Eine Region wird Modell: 1. Klima-Bericht Triestingtal liegt vor

Als ich zum ersten Mal davon gehört hatte, dass das Triestingtal 2021 zu einer sogenannten Klima- und Energie-Modellregion (kurz KEM) werden soll, war ich überrascht und ahnungslos zugleich. Ich habe mich gefragt: Wie wird so ein Tal zum Modell, also zum Vorbild für andere?

Heute – vier Jahre später – weiß ich es: durch die Triestingtalerinnen und Triestingtaler selbst und durch die Art, wie sie ihren Alltag gestalten. Meine Überraschung von damals darf ich in der Zwischenzeit mit dem Attribut „positiv“ ergänzen. Und die Ahnungslosigkeit ist einer Ahnung gewichen, wie gut es sich auswirkt, wenn Menschen aktiv an einem Klima im Tal arbeiten, von dem Umwelt und Wirtschaft profitieren.

100 Prozent Teamwork im Triestingal

Für das große Ziel einer nachhaltigen, unabhängigen Energieversorgung in der Region arbeiten die Gemeinden partnerschaftlich zusammen. Der Verein Gemeindepartnerschaft Triestingtal (der Zusammenschluss der 15 Mitgliedsgemeinden) fungiert dabei als Trägerverein für die KEM Triestingtal.

Mit dem Team KEM-Triestingtal-Team unter der Führung von Jakob Fröhling durfte ich die Entstehung des Berichts zur 1. Periode der Klima- und Energie- Modellregion für den Projektzeitraum 2021-2024 begleiten. Das Ergebnis – die Broschüre mit dem Titel „Das Triestingtal legt vor“ – gibt’s jetzt zum Nachlesen (Print-Broschüre im LEADER Triestingtal-Büro, J.F.K-Platz 1, 2560 Berndorf oder hier: digital blättern)

Reinblättern zahlt sich aus. Anschaulich mit Zahlen, Daten und Fakten und reich bebildert wird erklärt, was heute schon im Triestingtal mit Blick auf den Klimawandel passiert – und, dass wirklich jeder und jede beim klimagerechten Handeln den Unterschied macht.

Die Triestingtalerinnen und Triestingtaler machen den Unterschied

Welchen Unterschied macht’s, Strom selbst zu produzieren oder mit den Nachbarn in einer regionalen Energiegemeinschaft zu teilen? Einen großen, denn mit der Sonnenstromproduktion bleibt die Wertschöpfung am wichtigen Energiesektor in der Region.

Welchen Unterschied macht’s beim Schenken an die Region zu denken? Ein großen, denn das Triestingtal hat viele Gewerbe- und Handwerksbetriebe mit originellen Produkten zu bieten. Noch keine Idee für den nächsten runden Geburtstag? Warum nicht einfach in der TRIESTINGALER ManuFAKTUR schmökern und ein regionales Geschenkspaket mit Wow-Effekt finden…?

Welchen Unterschied macht’s beim Bäck ums Eck, beim Bauern am Hof einzukaufen? Einen großen, denn lokal produzierte Lebensmittel sichern Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaftskraft in der Region. Der Klimawandel geht – im wahrsten Sinne des Wortes – durch den Magen.

Der Klimawandel wirkt – wirken wir zurück

„Der Klimawandel wirkt auf unser Leben – das spüren alle, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Wie wir darauf reagieren, wie wir selbst wirksam werden, hängt nicht allein von Gesetzen, sondern vor allem von uns selbst ab!“, sagt KEM-Triestingtal-Geschäftsführer Jakob Fröhling in der KEM-Broschüre „Das Triestingtal legt vor“.

Alle, die klimabewusst in der Region handeln, fördern die regionale Wertschöpfung und Wirtschaft, verringern versteckte oder indirekte Kosten, verbessern die Lebensqualität im Triestingtal und stärken unseren regionalen Zusammenhalt. Ich bin jetzt schon gespannt, was die KEM Triestingtal in der nächsten Projektperiode von 2025 – 2027 alles auf die Beine stellen wird…